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Dieses Vermögen war im Zuge der Revolution beschlagnahmt aber nicht enteignet worden. Es kam zu Gerichtsverfahren, in denen die noch immer monarchistisch geprägte Justiz eher zugunsten der Fürstenhäuser urteilte.

Da der Reichstag den Gesetzesentwurf ablehnte, kam es zu einem Volksentscheid, bei dem als Quorum die Mehrheit der Stimmberechtigten benötigt wurde.

Stimmen erhalten unterstützt wurde. Ein Problem bei der Abstimmung war der Aufruf der rechten Parteien zum Wahlboykott , sodass die Wahl nicht mehr geheim war, da eine Stimmabgabe ein Indiz für die Unterstützung des Vorschlags war.

Aus diesem Grund nahmen, vor allem im ländlichen Raum, Stimmberechtigte aus Furcht nicht am Volksentscheid teil. Auf diesen Effekt zielten die rechten Parteien bei ihrem Volksbegehren.

Insgesamt waren diese Jahre nur eine Phase der relativen, nicht der absoluten Stabilisierung. Keine Regierung überstand eine komplette Legislaturperiode.

Ein weiteres Zeichen für die noch vorhandene Instabilität ist auch, dass weiterhin teilweise mit Hilfe eines Ermächtigungsgesetzes regiert wurde.

Die Parteien fühlten sich weniger dem Allgemeinwohl als vielmehr ihrer Klientel oder dem eigenen Erfolg verpflichtet.

Die Reparationszahlungen konnten nicht allein aus Steuergeldern finanziert werden, so dass die Kredite zunehmend nicht nur für den Aufschwung, sondern auch für die zu leistenden Zahlungen verwendet werden mussten.

Als diese Kredite abgezogen wurden, kam es zum Zusammenbruch der Wirtschaft. Zudem konnten die Arbeitslosenzahlen in der Republik nie unter eine Million gesenkt werden, was vor allem rechtsradikale Gruppierungen durch Propaganda gegen Arbeitslosigkeit und Schulden für sich zu nutzen versuchten.

Der Berliner Broadway bot auch jede Menge Kleinkunst: Bars, Nachtclubs, Weindielen, russische Teestuben, neue Ballhäuser, wie das Ambassadeur oder die Barberina sowie die kleinere Königin oder das demimondäne Riorita , in denen man nicht nur tanzen, sondern auch soupieren konnte.

Neue Tänze wie der Charleston und der neue Jazz waren lange umstritten. Sein Gesicht änderte sich von Tag zu Tag. Die bereits seit dem Ende des Jahrhunderts aktive Frauenbewegung erfuhr durch die zunehmende Berufstätigkeit von Frauen und ein sich wandelndes Frauenbild einen ungeahnten Aufschwung.

Frauenbilder wie die neue Frau und der Flapper eröffneten jungen Frauen neue Perspektiven. Seine eigene Epoche ordnet er der zweiten Phase zu, in welcher die trennende und die vereinende Kraft miteinander ringen und der Streit die Oberhand gewinnt.

Die Überlieferung, der zufolge Kronos in dieser Phase herrscht, lehnt Empedokles ausdrücklich ab. Platon macht in seinen Dialogen unterschiedliche Angaben über die in ferner Vergangenheit liegenden Epochen der Menschheitsgeschichte.

Da es sich um mythische Aussagen handelt, bemüht er sich nicht um die Ausarbeitung eines festen Systems. Er bringt die mythische Frühzeit nicht mit Gold in Verbindung, sondern bezeichnet sie nur als die Zeit des Lebens unter Kronos.

In den Dialogen Politikos und Nomoi schildert er den damaligen Zustand. Unter der Herrschaft des Kronos waren Krieg und Zwiespalt unbekannt, gesetzliche Regelungen überflüssig, das Leben verlief ohne Anstrengung.

Die Menschen verzehrten kein Fleisch und brauchten keinen Ackerbau zu treiben, sondern ernährten sich nur von dem, was die Erde ihnen von selbst gab.

Sie bewegten sich unbekleidet im Freien, da das Klima dies ermöglichte. Zwischen Menschen und Tieren gab es sprachliche Verständigung.

Auch unter den Tieren herrschte Frieden, sie dienten einander noch nicht zur Speise. Mit der Vorstellung vom Tierfrieden greift Platon ein Motiv auf, das schon in orphischem Gedankengut auftaucht.

Im Unterschied zu Hesiod unterscheidet Platon nur zwei Phasen: die der Herrschaft des Kronos, in der die Verhältnisse optimal sind, und die Verfallszeit, zu der die Gegenwart gehört.

Die beiden Phasen lösen einander zyklisch ab. In der Zeit des Kronos untersteht die Welt einer durchgreifenden göttlichen Lenkung. Die Verfallszeit, die Epoche des Zeus, ist durch einen gewissen Rückzug der Götter gekennzeichnet; Menschen und Tiere bleiben sich selbst überlassen.

Auf der kosmischen Ebene sind die Merkmale der beiden Phasen entgegengesetzte Umdrehungen des Weltalls um die Erde, welche die Mitte des Kosmos bildet.

In der Verfallszeit obliegt den Menschen die Aufgabe, die vorbildliche Lebensweise der Kronos-Zeit soweit möglich nachzuahmen. Den Gedanken einer Einteilung der Menschen nach ihrer Veranlagung bezieht er nicht auf Menschengattungen, die einander in mythischer Vergangenheit in chronologischer Abfolge ablösten, sondern auf die Gegenwart und die Zukunft.

Unter diesem Gesichtspunkt teilt er die Menschen in drei Gruppen auf: goldene, silberne und eherne oder eiserne. Meist entsprechen die Kinder diesbezüglich ihren Eltern, doch kommt es auch vor, dass sie einer anderen Gattung angehören.

Im Idealstaat regieren sie allein und grenzen sich scharf von den beiden anderen Ständen ab. Vermischung der Stände führt zu Konflikten und Unheil.

Schon Aristoteles bezeugt eine metaphorische Begriffsverwendung. Er berichtet, die Athener hätten die Epoche der Tyrannis des Peisistratos 6.

Zur Kriegführung bestand kein Anlass, da es keinen Besitz gab, um den man hätte streiten können. Das Leben auf der Basis dessen, was die Natur von sich aus zur Verfügung stellt, ist bei Dikaiarch nicht wie bei Hesiod durch Fülle und Üppigkeit, sondern im Gegenteil durch Kargheit gekennzeichnet, was er aber positiv wertet, da es der Gesundheit zuträglich sei.

Dem Lob der Urzeit, in der es noch keine Zivilisationsgüter gab, schlossen sich auch die Kyniker an. Dabei hoben sie den Aspekt der anfänglichen Genügsamkeit der Menschheit hervor.

Sie meinten, die späteren Neuerungen Städtewesen, Nutzung des Feuers, Technik hätten nichts genützt, sondern nur zu Verweichlichung, Luxus und Konflikten geführt.

Das Gedicht wurde Schullektüre und war bis in die byzantinische Zeit vielen Schülergenerationen der griechischsprachigen Welt vertraut. Bei Arat ist das Zeitalter des goldenen Geschlechts von der ständigen Anwesenheit der Gerechtigkeitsgöttin Dike geprägt.

Dike lebt auf der Erde und begegnet den Sterblichen unmittelbar von Angesicht zu Angesicht. Sie übt die Herrschaft aus, sorgt für die Bedürfnisse der Menschen und für die Wahrung der Gerechtigkeit.

Das Leben ist einfach, gewaltsame Auseinandersetzungen sind unbekannt. Im Gegensatz zu Hesiod und Platon lässt Arat das goldene Geschlecht bereits Ackerbau mit Pflugstieren treiben, für die Nahrungsbeschaffung ist also schon damals eine erhebliche Anstrengung erforderlich.

Die Ernährung ist aber noch rein vegetarisch, es werden keine Tiere getötet. Vor allem die Schlachtung des Pflugstiers ist unvorstellbar, das ist ein erst viel später in der Zeit des ärgsten Sittenverfalls aufgekommener Frevel.

Arat betont den Gegensatz zwischen dieser autarken, genügsamen und völlig friedlichen Lebensweise einerseits und Seefahrt und Handel, die erst später aufkamen, andererseits.

In der folgenden Epoche des silbernen Geschlechts zieht sich Dike ins Gebirge zurück. Da sie mit dem Verhalten der Menschen unzufrieden ist, reduziert sie ihren Umgang mit ihnen stark, weist sie scharf zurecht und kündigt künftiges Unheil an.

Arats Werk wurde auch in Rom gelesen. Cicero fertigte eine wörtliche Übersetzung ins Lateinische an, Germanicus eine freie, die den griechischen Stoff mit römischen Vorstellungen und Begriffen anreichert.

Germanicus lässt für das Goldene Zeitalter den von Arat angenommenen Ackerbau weg, bei ihm deckt wie in den ältesten Versionen des Mythos die Erde die Nahrungsbedürfnisse der Menschen ohne deren Zutun.

Das Motiv der damals noch unbekannten Seefahrt hebt Avienus besonders hervor. Die Genügsamkeit und Ehrlichkeit der Menschen des Goldenen Zeitalters steht bei ihm in scharfem Kontrast zur Habsucht und Betrügerei der Kaufleute in der späteren Verfallszeit, in der die vom Fernhandel angeregte Luxussucht überhandnimmt.

Im Goldenen Zeitalter gibt es noch keinen privaten Landbesitz. Avienus nutzt den Mythos zur Propagierung einer stoisch gefärbten römischen Tugendlehre.

Die Saturnalien gehörten zum Kult des italischen Gottes Saturn. Saturn wurde traditionell mit Kronos identifiziert. Jupiter entspricht dem griechischen Zeus.

Ein Hauptmerkmal der Saturnalien und zumindest ab dem 2. Sklaven speisten gemeinsam mit ihren Herren oder wurden sogar von ihnen bedient.

Ausgelassenheit und reichlicher Weingenuss erleichterten geschlechtliche Kontakte. Der Geschichtsschreiber Pompeius Trogus und der spätantike Gelehrte Macrobius meinten, die während des Festes praktizierte Freizügigkeit solle an die egalitären Verhältnisse in der mythischen Urzeit unter Saturn erinnern.

Berühmte römische Dichter der augusteischen Zeit thematisieren den Gegensatz zwischen dem Goldenen Zeitalter und späteren Epochen.

Ein Motiv, das die herkömmliche Goldzeitvorstellung ergänzt und zugleich abwandelt, präsentiert Vergil in der Aeneis : Er lässt den von Jupiter entmachteten Saturn nach Latium fliehen.

Dort übernimmt der Flüchtling die Herrschaft und verhilft der Bevölkerung zu einem regionalen Goldenen Zeitalter. Diese Blütezeit ist durch Frieden gekennzeichnet, aber auch durch die Notwendigkeit von Landarbeit und Gesetzgebung, denn das paradiesische weltweite Goldene Zeitalter ist vorbei.

Bei seiner allgemeinen Verherrlichung des bäuerlichen Lebens als einer idealen Daseinsform bedient sich der Dichter mancher Anklänge an den Mythos von einer idealen Epoche der fernen Vergangenheit.

Er meint, es seien Spuren der damaligen Sitten im Landleben bis in die Gegenwart zurückgeblieben. Vielmehr geht der regionalen goldenen Zeit in Latium eine Epoche primitiven Lebens und roher Sitten voraus.

Saturn beseitigt mit seinem Eingreifen die anfängliche Barbarei. Er führt die zuvor verstreut lebenden Menschen zusammen, ordnet ihr Zusammenleben und leitet damit die Bildung eines gesellschaftlichen Verbandes ein.

Der römische Dichter Tibull 1. Tibull nennt die herkömmlichen Merkmale: das Fehlen des Ackerbaus, des Grundbesitzes und der Gewinnsucht, die später zu Seefahrt und Fernhandel geführt hat, sowie die allgemeine Arglosigkeit, Unbesorgtheit und Gewaltlosigkeit.

Dem damaligen segensreichen Dasein stellt der Dichter die Angst und Not in den kriegserfüllten Zeiten unter Jupiters Herrschaft gegenüber.

Tibulls Idealisierung der Urzeit ist nicht Ausdruck einer durchgängig konsequent vertretenen Weltanschauung, sondern einer bei ihm zeitweilig vorherrschenden Stimmung; er hat auch Gedichte verfasst, in denen er die Kulturentstehung als Fortschritt würdigt.

Ein anderer berühmter Dichter, Horaz , greift einen besonderen Aspekt heraus. Nach seiner Darstellung sind die Menschen des Goldenen Zeitalters von Jupiter in Gefilde der Seligkeit versetzt worden, die sich auf fernen Inseln befinden.

Dort leben sie weiterhin in paradiesischen Verhältnissen reichliche Nahrung ohne Landarbeit, keine Seuchen und schädlichen Tiere, optimales Klima.

In den ersten Jahren des 1. Im ersten Buch seiner Metamorphosen beginnt er die Verherrlichung des Goldenen Zeitalters mit den berühmten Worten Aurea prima sata est aetas Ohne Zwang tut jeder das Rechte und hält sein Wort.

Die Merkmale, die der Dichter anführt, sind die herkömmlichen: eine von sich aus alle Nahrungsbedürfnisse befriedigende Erde, daher kein Ackerbau; völliger Friede unter den Menschen sowie zwischen Menschen und Tieren, vegetarische Ernährung, Viehzucht nur zur Milchgewinnung; allgemeine Genügsamkeit, Unbesorgtheit und Unschuld; keine Seefahrt und kein Kontakt mit fremden Völkern.

Ovid ist der erste Dichter, der das stets ausgeglichene Klima als Merkmal des Goldenen Zeitalters anführt; vor ihm ist es in der Geschichte des Mythos nur bei Platon bezeugt.

Es bringt erste Verschlechterungen: Da der Wechsel der Jahreszeiten einsetzt, werden Behausungen benötigt, die Lebensmittelversorgung ist nur noch mit Ackerbau möglich.

In den späteren Zeitaltern setzt sich der Niedergang fort und die Lebensbedingungen werden immer ungünstiger. Zunächst kommt Gewaltbereitschaft auf, später entsteht eine verbrecherische Gesinnung.

Erst im Eisernen Zeitalter, der letzten und schlimmsten Zeit, wird privater Landbesitz eingeführt und die Ausbeutung von Bodenschätzen in Angriff genommen.

In der fälschlicherweise Seneca zugeschriebenen Tragödie Octavia präsentiert ein unbekannter römischer Dichter des 1. Jahrhunderts eine Version des Weltaltermythos, die den Einfluss Arats und vor allem Ovids erkennen lässt und zugleich von stoischen Vorstellungen ausgeht.

Der Philosoph und Staatsmann Seneca tritt in dem Stück auf und hält einen Monolog, in dem er auf den kosmischen Kreislauf von Weltentstehungen und Weltuntergängen eingeht.

Den idealen Urzustand und die seitherigen Verfallsperioden stellt er ohne Rückgriff auf die gängigen Metallbezeichnungen dar.

Mit jedem Weltuntergang wird die degenerierte Menschheit vernichtet, mit jeder Weltschöpfung entsteht eine neue Menschheit.

Waffen, ummauerte Städte, Kriege und Privateigentum sind noch unbekannt. Im zweiten Zeitalter setzt der Niedergang ein. Im ersten Buch der Sibyllinischen Orakel wird eine Weltalterlehre dargestellt, in der biblische Vorstellungen dominieren, aber auch hesiodische Motive eine wichtige Rolle spielen.

Beschrieben wird eine Abfolge von Geschlechtern, die mit Adam und Eva beginnt. Die Menschen des ersten Geschlechts führten zunächst wie bei Hesiod ein sorgenfreies Leben, das mit einem Tod endete, der dem Einschlafen glich.

Sie waren langlebig und von Gott geliebt. Später verfielen sie jedoch der Sünde und ihre Sitten wurden verbrecherisch. Walter Bielstock 17 episodes, Walter Buschhoff Rodeweil 17 episodes, Margot Leonard Annette Seidelmann 13 episodes, Lukas Ammann Genres: Drama.

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